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Rundschreiben Rheinlandliga 9–16/17 vom 03.04.2017

Liebe Schachfreunde,

obwohl die Meisterschaft in beiden Staffeln bereits entschieden war, lieferten sich alle Mannschaften in der Endrunde in Rheinbreitbach noch einmal spannende Mannschaftskämpfe.
Insbesondere in der Staffel I rang der SC Hermeskeil dem Meister SF Nickenich nach langem Kampf zum Schluss ein 4:4 ab. Spannender war hier aber der Kampf gegen den Abstieg: Der SC Remagen‐Sinzig II hätte es in der Hand gehabt, durch einen Sieg in der Endrunde mit der SG Reil‐Kinheim die Plätze zu tauschen und den gefährlichen vorletzten Tabellenplatz zu verlassen. Groß war daher die Überraschung, als Remagen‐Sinzig II von vornherein mit zwei kampflosen Niederlagen ins Rennen ging. Und obwohl die sechs Remagen‐Sinziger Schachfreunde schließlich noch ein Mannschaftsremis gegen Reil‐Kinheim erreichten, blieb im Tabellenstand letztlich alles beim Alten. Nun ja, die Remagen‐Sinziger Schachfreunde konten deshalb "locker" in die Endrunde gehen, weil ihre III. Mannschaft als Bezirksmeister Rhein-Ahr‐Mosel zur nächsten Saison bereits als Aufsteiger in die Rheinlandliga feststeht.

In der Staffel II machte der SV Koblenz III den lupenreinen Durchmarsch perfekt und gewann auch das letzte Spiel gegen den SC Heimbach‐Weis/Neuwied III sehr deutlich. Die SG Rheinbreitbach‐Linz konnte sich mit dem klaren Sieg gegen die SG Mörsdorf‐Lahr schließlich noch auf den geteilten zweiten Platz vorspielen: Ein schöner Erfolg für die Gastgeber der Endrunde, die nach ihrem total verkorkstem Auftakt ab Runde 4 alle Spiele gewannen. Andersherum erging es den SF Hillscheid: furios gestartet, mussten sie nun gegen die SG Dierdorf‐Hachenburg ihre dritte Niederlage in Folge hinnehmen. Dennoch dürfte auch der 6. Platz für Hillscheid, nach 9 Jahren Abwesenheit aus der Rheinlandliga ein annehmbarer Erfolg sein. Auf den 5. Platz verbessern konnte sich der SV Lahnstein II mit seinem Erfolg gegen den VfR‐SC Koblenz II. Mit völlig ausgeglichenem Punktekonto, drei Siegen, drei Remis und drei Niederlagen konnten die Lahnstädter somit ihre gute Vorjahresplatzierung verteidigen.
Ein Kampf in der Schlussrunde könnte sich als bedeutungsvoll in der Abstiegsfrage erweisen: Der SK Altenkirchen II konnte mit seinem deutlichen Sieg gegen den SC Heimbach-Weis/Neuwied IV mit der höheren Heimbach‐Weiser Mannschaft die Plätze tauschen und sich auf den sicheren 7. Tabellenplatz verbessern.

Wie viele Mannschaften in beiden Staffeln absteigen müssen, steht zur Zeit noch nicht fest. Nach jetzigem Stand der höheren Spielklassen müsste aus der Staffel I nur der Letzte; aus Staffel II müssten derzeit zwei Mannschaften absteigen. Je nach Ausgang der höheren Spielklassen, auch der Endrunde der Rheinland‐Pfalz‐Ligen am 23. April, könnten es aber in der Staffel I auch zwei, in der Staffel II dagegen nur eine – oder auch drei Mannschaften werden. Endgültig wird das erst nach dem letzten Spieltag der 2. Bundesliga am 7. Mai entschieden sein.

Liebe Schachfreunde, ein großer Dank gilt der SG Rheinbreitbach‐Linz für die Ausrichtung der Endrunde in diesem Jahr. Die "Hans‐Dahmen Halle" in Rheinbreitbach bot großzügige, hervorragende Spielbedingungen – beste Voraussetzungen für großartigen Schachsport in gemeinsamer Atmosphäre. Zudem konnte der SVR in diesem Jahr mit seiner Endrunde der Rheinlandligen ein Jubiläum feiern: sie fand zum 25. Mal statt. Angefangen hatte alles im Jahr 1993, als in Schweich die erste gemeinsame Endrunde ausgetragen wurde. Damals eine völlig neue Idee, nicht nur auf Rheinlandebene, sondern auch in den Bezirken, sowie auf höherer Ebene. Und ein Beispiel des SVR, das Schule gemacht hat: Einige Jahre später folgten die Rheinland‐Pfalz Ligen mit einer regelmäßigen gemeinsamen Endrunde – was auf Rheinland‐Pfalz‐Ebene sogar in der Turnierordnung festgeschrieben wurde. Danach die Oberliga Südwest; und selbst in der Bundesliga wird in diesem Jahr, zum zweiten Mal nach 2013, eine gemeinsame Endrunde ausgerichtet, vom 29. April bis 1. Mai in Berlin.

Und wenn es im SVR sicherlich auch Gegenstimmen gibt, die fragen, ob eine zentrale Endrunde im Amateurbereich, wo die Zahl der aktiven Schachsportler Jahr um Jahr zurückgeht, und in einem Verband wie dem unseren mit seinen sehr großen Entfernungen – von Hermeskeil/Gusenburg nach Rheinbreitbach ist eine Strecke knapp 200 km – noch zeitgemäß ist.

Wie auch immer die Zukunft der gemeinsamen Endrunde im SVR aussehen wird – ganz sicher ist es ein großer Glücksfall, nun seit 25 Jahren immer engagierte Ausrichter gefunden zu haben, die Aufwand und Mühen der Ausrichtung auf sich genommen haben um den Schachfreunde das Erlebnis der gemeinsamen Schlussrunde zu ermöglichen. Es ist ein Jubiläum, auf das der SVR sicher auch ein wenig stolz sein darf!

 


 

Die Brettmeister (Staffel I)

Brett 1: F. Neisen (Gus) 6½/8

Brett 2: T. Bouillon (Hk) 7½/9

Brett 3: N. Ries (Nick) 6/9

Brett 4: Ch. Roos (Nick) 8/9 (!)

Brett 5: H. Enders (Bit‐Bo) 6½/7

Brett 6: K. v.d. Wouw (Nick) 5/6, A. Eske (Coc) 5/7

Brett 7: G. Hillen (Nick) 6½/9

Brett 8: J. Wohde (Nick) 7½/9


 

Die Brettmeister (Staffel II)

Brett 1: FM K. Gawehns (R‐L) 7½/8 (!)

Brett 2: W. Kabierschke (Die/Habu) 7/9

Brett 3: C. Marquardt (SV KO) 7/8

Brett 4: U. Bohn (SV KO) 6½/7

Brett 5: U. Neuhoff (R‐L) 7/9

Brett 6: B. Blankenberg (H‐W) 6/9

Brett 7: K. Schönberger (SV KO) 6½/7

Brett 8: U. Büscher (SV KO) 7/9


 

Liebe Schachfreunde, den Aufsteigern wünsche ich viel Erfolg in der 2. Rheinland‐Pfalz Liga, den Absteigern in ihren Bezirken erfolgreichere und weniger frustrierende Mannschaftskämpfe als in diesem Jahr – ich hoffe, wir sehen uns wieder!

Ihnen allen wünsche ich eine angenehme Frühjahrs‐ und Sommerpause, und ggfls. viel Erfolg bei dem einen oder anderen Einzelturnier – z. B. bei der Rheinlandmeisterschaft vom 7.‐9. und 13.‐15. April in Heimbach‐Weis.

Mit freundlichen Schachgrüßen

Thomas Hönig

Rundschreiben 9–16/17 als PDF


 

Ergebnisse der 9. Runde bei sbrp-ergebnisdienst.de



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